Abzug ausländischer Investoren kann Bulgarien riesig schaden
Der Wirtschaftsprofessor der John-Hopkins-Universität, Steve Hanke, sagte beim Wirtschaftsforum Südosteuropa er erwarte dass das BIP Bulgariens unter dem erwarteten sein wird. Ebenso werde die Inflation und das Zahlungsbilanzdeffizit niedriger sein.
Er lobte sehr die Arbeit der Bulgarischen National Bank und schlug vor, dass man die Verbindung zwischen den Nettoaktiva der Handelsbanken und dem Zahlungsbilanzdeffizit beobachte. In Australien beträgt diese Niveau 30% des BIP, in Neuseeland 60% und in Ungarn 14%. In Bulgarien beträgt das Niveau 16%, nur fing sich dieser an bereits im Jahr 2007 zu verändern. Damals entfiel die Einschränkung vor der Kreditierung und die Handelsbanken begannen, sich Geld von ausserhalb zu leihen. Bulgarien ist bei einem hohen Wachstum des Zahlungsbilanzdeffizits angekommen und dies versezt es in eine verletzbare Position, kommentierte Hanke.
"Ich habe keine bedeutenden Befürchtungen für Bulgarien, nur gibt es ein Anlass zur Unruhe und dies sind die Nettoaktiva, da diese von ausländischen Investoren abhängen und falls diese sich entscheiden, ihre Gelder abzuziehen, wird dies Bulgarien einen riesigen Schaden zufügen", erklärte zudem Hanke.
Der Wirtschaftsprofessor ist der Meinung, dass die Finanzkrise Bulgarien weit weniger als andere Staaten, dank des Währungsbords und der flachen Einkommenssteuer trifft. Er betrachtet allerdings die grassierende Korruption in Bulgarien als Gegenfaktor zum wirtschaftlichen Aufschwung: "Die Korruption ist die Achillessehne Bulgariens. Sie unterminiert die öffentliche Sicherheit des Landes".
Quelle: Bulgarischer Wirtschaftsblatt


