Gehälter in Höhe von 4 Mrd. Lewa „unter dem Tisch“ bezahlt
Über 4 Mrd. Lewa (ca. 2 Mrd. Euro) jährlich werden „unter dem Tisch“ bezahlt, meldete Koljo Kolev von der soziologischen Agentur „Mediana“. Laut der Untersuchung gibt es bei 28% der Teilnehmer Unterschiede zwischen den deklarierten Einnahmen und den tatsächlich erhaltenen Gehältern. Andere 13% erfolgen außerhalb jeglicher Arbeitsverhältnisse.
Ein dauerhaftes Fehlen der qualifizierten Arbeitskraft am Arbeitsmarkt ist eins der seriösesten Folgen der nicht reglementierten Beschäftigung, meldete der Sozialministerin Emilija Maslarova. Sie, der Finanzminister Plamen Orescharski und der Botschafter von Deutschland Michael Geier unterschrieben einen Vertrag gegen den Betrug mit Vergütungen und Versicherungen der Arbeiternehmer. Über das Problem begann man kürzlich zu sprechen, als das Schema zur Verschleierung der Beiträge der Arbeitgeber von beiden Ländern entdeckt wurde. Bulgarische Unternehmen entsandten Mitarbeiter nach Deutschland, die dort langfristig arbeiten, aber die deutschen Gesellschaften zahlen für sie keine Versicherungen.
Die bulgarische Sozialministerin erklärte, dass die Zusammenarbeit mit der Bundesrepublik Deutschland außerordentlich gut ist. Der deutsche Botschafter sagte, dass Deutschland unter den ausländischen Investoren der größte Arbeitgeber in Bulgarien ist. Dieses Abkommen gilt nach seinen Worten in beiden Richtungen – sowohl für die bulgarischen Arbeiter in Deutschland, als auch für die Deutschen, die in Bulgarien arbeiten.
Quelle: Bayern International Newsletter November


