Drei westliche Institute raten Verhandlungen mit IWF
Die Finanzfachmänner dreier westlicher Institute empfahlen Bulgarien und Rumänien beharrlich, mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) einen Puffer für ihre Wirtschaften zu vereinbaren, die insgesamt im Ausland 100 Mrd. US-Dollar schulden, meldete die Agentur „Bloomberg“. Allerdings benötigt der Fonds selbst fast 150 Mrd. US-Dollar, um den sich entwickelnden Ländern in der Krise zu helfen.
Die Analysten der Gesellschaft RBC Capital Markets, der französischen Bank Societe Generale und des Londoner Instituts Capital Economics bestimmen die beiden Länder als diejenigen, die am stärkststen eine Notfinanzierung benötigen. Die Versicherung gegen einen nationalen Bankrott von Bulgarien und Rumänien ist unter den teuersten in der Region, und ihre Börsen sind unter den ersten fünf der sich am schlechtesten vorgestellten Märkte, zusammen mit Island, der Ukraine und Serbien, welche bereits Gelder vom IWF annahmen, ergänzte die Agentur.
Die Auslandsschulden Bulgariens betragen 30 Mrd. US-Dollar, oder die Hälfte des BIP, und die Kredite in Auslandswährung sind die Hälfte der im Land herausgegebenen. „Sie lebten sehr lange jenseits ihrer Möglichkeiten“, erklärt Nigel Rendell von RBC Capital Market und führt im Vergleich die Ukraine auf, wo dieses Merkmal 55% beträgt.
Sowohl der IWF als auch der bulgarische Finanzminister Plamen Orescharski erklärten kürzlich, dass sie nicht verhandeln und das Land keine Nothilfe benötige. „Bloomberg“ schenkt auch der Tatsache Beachtung, dass wegen der Stärkung des US-Dollars im Vergleich zum Euro sich der bulgarische Lew in den letzten drei Monaten mit 18% abgewertet hatte.


